Wanderung zum Teufelstättkopf (1758mNN)

*Beitrag enthält Links / teils Bezahlte, teils unbeauftragte Werbung*

Irgendwann hatte ich mal eine Reportage über das Karwendelgebirge gesehen und war so fasziniert, dass wir letztes Jahr dort urlauben mussten. Allerdings waren wir im November dort und konnten nicht alles erwandern und erleben.

Im Blogbeitrag Ein Traumurlaub am Karwendelgebirge haben wir schon davon berichtet, dass wir die Besteigung des Teufelstättkopf in Angriff genommen hatten. Im herbstlichen Tal gestartet, erwartete uns der Teufel oben in eisiger Gestalt eines Schneesturms. Wie die Tour verlief und warum wir sie abbrechen mussten, kannst Du hier lesen: (Tap aufs Bild)

Da wir so begeistert von Land und Bergen waren, buchten wir gleich unseren nächsten Aufenthalt. Vor einer Woche war es dann soweit, mein Warten hatte ein Ende – es ging wieder ins Karwendel. Und weil wir die abgebrochene Wanderung vom letzten Jahr nicht so stehen lassen konnte, stand der Teufelstättkopf diesmal natürlich wieder auf unserer Liste.

Am Sonntag, den 16.08.2020 ging es also früh auf nach Unterammergau. Startpunkt war, wie letztes Jahr schon, der Parkplatz Pürschling am Ortsrand von Unterammergau.

Der Parkscheinautomat benötigt 5€ in Kleingeld – ich bevorzuge ja die Park Now App. Warum ich allerdings 25ct mehr bezahle, obwohl ich weder Papier für den Parkschein noch eine Person benötige, die den Automaten entleert ist mir nicht ganz schlüssig. Es ist auf jeden Fall aber eine tolle Erleichterung und die App speichert das Auto und erkennt am nächsten Standort sofort ob es sich um einen Parkplatz handelt, bei dem man via App bezahlen kann.

Der Weg zum Teufelstättkopf kann auf jeden Fall als Rundweg gegangen werden. Start- und Zielpunkt ist dabei, wie erwähnt, der Parkplatz. Es bleibt einem selbst überlassen ob man den Weg mit oder gegen den Uhrzeigersinn läuft. Wir empfehlen aber tatsächlich die Route gegen den Uhrzeigersinn, alleine schon deshalb, weil es nach dem Abstieg vom Gipfel 2 Hütten gibt, die mit Erfrischungen locken, auf der anderen Seite gibt es nichts ….

Der erste Teil des Weges führt über die breite Forststraße stetig und steil nach oben. Wer der Tristess am Anfang schon etwas entgehen möchte, biegt gleich nach dem Parkplatz rechts ab zur Schleifmühlklamm.

Die Klamm kannte wir schon und im Beitrag Ein Traumurlaub am Karwendelgebirge gibt es den ausführlichen Bericht und ein paar mehr Bilder. Aber Achtung: der Weg durch die Klamm führt über Gitterböden und Gitterbrücken, die für kleine (und große) Hundepfoten nicht so einfach zu begehen sind. Wer seinen Hund tragen mag und kann sollte dennoch den Weg durch die Klamm wählen.

Es geht ein ganzes Stück immer hoch und hoch und höher, recht unspektakulär dem Forstweg folgend. Eine kleine Abwechslung bieten da zwischendurch die 2 Brücken mit dem tosenden Wasser darunter, welches zur Schleifmühlklamm rauscht.

Ein kleiner Bergsee dient als Erfrischung für die Hunde und lässt einen Blick ins Tal zu.

Wir folgen dem Weg rechts wieder hoch und höher in den Wald (immer noch auf dem breiten und gut begehbaren aber unspektakulärem Weg) zur Kuhalm.

Diese heißt nicht nur so, wir werden auch gleich von mehreren begrüßt. Bitte pass auf, wenn Du, gerade mit Hund, auf Kühe triffst. Sie sind zwar oft neugierig und kommen näher, aber bitte nähere Dich Ihnen nicht von Dir aus und achte drauf, dass sie durch die Hunde nicht in Aufregung geraten. So schön es auch sein mag, Hund an die Leine und einfach weiter gehen ist hier die beste Devise.

Die Kuhalm bietet jetzt die ideale Möglichkeit für eine Pause. 2 kleine Hütten bieten Dir die Möglichkeit für eine Rast. Dass sie umzäunt sind, dient dem Schutz vor den Kühen. Eine davon war allerdings zusätzlich abgesperrt, wir haben das respektiert und uns eine andere Sitzmöglichkeit gesucht.

Gut, dass wir von NutriQM nicht nur Trockenfutter, sondern auch die tollen großen Hähnchenbrustfilets mitgenommen haben, denn auch für die Hunde wartet jetzt der schwerste Teil der Tour. 

Wir verlassen den breiten Weg und folgen dem Pfad links in den Wald hinein. Die ganze Wanderung an sich ist als Leicht – Mittel zu bezeichnen, Kondition sollte aber, wie überall in den Bergen, mitgebracht werden.

Der Pfad windet sich eng und steil den Berg hinauf. Zuerst geht es ein ganzes Stück durch den Wald.

Dann wird es langsam lichter und man hat schon einen ersten guten Blick ins Tal und die umliegenden Gebirge.

Von hier aus ist der Kamm nicht mehr weit. Fast schlagartig geht man vom grünen bewachsenem Hügel auf Steine und Felsen über.

Während die einen eine kleine Pause einlegen und die Kräfte für den Weg über den Bergkamm sammeln, gehen die anderen auf Erkundungstour und genießen die unglaublich tolle Aussicht.

Der Weg über den Bergkamm ist nicht besonders schwierig. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten allerdings vorhanden sein. An manchen Stellen muss etwas (ungesichert) geklettert werden, aber das ist mMn einfach zu bewerkstelligen.

Hier, keine 50 Meter vor dem Gipfel mussten wir letztes Jahr umkehren, da uns ein Schneesturm umhüllte und wir n nicht nur das Kreuz, sondern auch den Weg nicht mehr erkennen konnten.

Umso gespannter war ich auf das, was uns erwarten sollte. 

Die Aussicht war hier schon unglaublich schön, die Ammergauer Alpen lagen einem quasi im 360Grad Rundblick zu Füßen.

Über eine recht felsige und leicht anspruchsvolle Passage kraxelten wir dem Teufelstättkopf direkt entgegen.

Um ihn zu besteigen und unser erstes GipfelkreuzPhoto zu ergattern, mussten wir allerdings ein paar Meter absteigen um danach über eine Spalte in der Felswand auf den Teufelstättkopf zu steigen. Der Weg ist nicht besonders schwer, zusätzlich durch ein Seil gesichert, allerdings sollte man schon trittsicher sein um hoch zu kommen. 

Bonnie und ich machten uns also auf den Weg zum ersten Gipfelkreuz.

Super stolz über unser erstes alpines Gipfelkreuz standen wir oben. Das tolle an Gipfelbesteigungen? Oben ist immer jemand, der genau so stolz wie man selbst ist und man hat den idealen Partner um gegenseitig Gipfelbilder zu machen.

In unserem Instagram Storyhighlight haben wir auch ein paar Videos und mehr Eindrücke vom Gipfel.

Der Abstieg kommt leider schneller als gedacht und wir kraxeln erst über Steine und Felsen, später über kleine Pfade durch den Wald hinab, ganz ähnlich wie wir auch hinauf gekommen waren.

Kaum aus dem Wald hinaus geht es ein kurzes Stück über eine Alm direkt zum August Schuster Haus, wo wir uns eine wohlverdiente Erfrischung gönnen, bevor der Regen uns pünktlich zum Abstieg über die breite Forststraße einholt.

Der Weg zum Teufelstättkopf bekommt von uns fast volle Punktzahlt. Eine Hütte auf der anderen Seite wäre toll und leider ist der Weg an sich nicht besonders reizvoll – es lohnt sich aber allemal.

Hier kannst Du unsere Route herunterladen und nachwandern, erzähl uns doch davon wenn Du es getan hast: (Tap aufs Bild)

Und hier gibts unser geliebtes Flugvideo:

Relive ‘Zum Teufelstättkopf (1758m)’

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