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Viva la France – Ausflug nach Straßburg

Er ist da, der Blogpost zu unserem Ausflug nach Straßburg. Fast eine Woche nach unserem Ausflug, aber wie das meist mit Urlauben ist (ganz egal ob kurz oder lang) danach hat einen der (Arbeits-) alltag wieder in seinen Fängen.

Umso mehr freue ich mich, das Du hier bist und unsere Reise noch einmal mitverfolgen möchtest.

Warum Straßburg? Warum überhaupt unbedingt Frankreich, wo weder ich noch das Herrchen mehr als 3 Worte französisch sprechen können. Das, und wie toll der Ausflug war, werde ich Dir jetzt berichten.

Das es an dem besagten Wochenende einen kleinen Ausflug geben sollte, stand schon ein paar Wochen fest. Das Wohin war, wie so oft bei uns, noch nicht so fest. Bei dem absoluten Ideengeber Instagram entdeckte ich ein Bild des hübschen Städtchens Bitche in Nordfrankreich. Framkreich? Waren wir noch gar nicht! Oh ja, lass mal nach Frankreich fahren. Gepaart mit der Jahreszeit war gleich eine Route festgelegt, welche uns auch noch an einer wunderschönen Heidefläche in Deutschland vorbeiführen sollte.

Bei meiner Recherche bezüglich der Unterkunft wurde dann aber aus der schönen Idee ein 3-stündiger “Was mach ich denn jetzt nur?” Marathon. Grundidee war nämlich zu zelten. Allerdings gab es so nah an der Stadt keinen Campingplatz und letztendlich war ich nicht gerade heiß drauf, für nur eine Nacht das Zelt aufzubauen … außerdem wollte ich bei nur einer Übernachtung nicht ständig aufs Auto angewiesen sein.

Ich suchte und fand dann ein hübsches mittelgroßes Hotel in Bitche – Hunde erlaubt, sogar gewünscht und ohne Aufpreis. Allerdings gesellte sich sobald ein weiteres Problem dazu, man könnte es ‘Firstworldproblem’ nennen, denn im Prinzip ist es ein selbstgemachtes Problem. Wenn man aber seine Prinzipen und Ansichten hat, dann ist das eben so. Was das Problem war? Das Essen. Essen wie Gott in Frankreich? Vielleicht … aber Gott ernährte sich sicher nicht vegan und hatte auch keine Probleme mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten. So studierte ich alle online verfügbaren Speisekarten der Restaurants der Stadt und musste festestellen, dass nichts für uns in Frage kam.

Gut, also dann doch zelten und selbst verpflegen. Dann eben kein Citysightseeing sondern lieber Wandern.  So suchte ich also nach Campingplätzenn im Umland mit direktem Zugang zu schönen Wanderregionen (wollte ja immernoch weitgehend aufs Auto verzichten). Eine Stunde später saß ich relativ verzweifelt vor meinem Bildschirm, denn entweder hatte keine Region das, was ich suchte oder die Internetpräsenzen der Campingplätzen waren nur auf französisch verfügbar. Klar, was hatte ich auch erwartet …. in Frankreich spricht man französisch. Doof eben nur, dass ich es nicht spreche….

Leichte Niederlage also und wieder der Gedanke ‘will ich wirklich extra für eine Nacht Zelt & Co. mitschleppen und aufbauen?’. Fast schon zufällig fand ich einen Campingplatz mit kleinen Holzhütten die man mieten kann und vielen guten (deutschen !!!) Kundenrezensionen auf Google. Leider werden die Hütten erst ab 2 Übernachtungen vermietet …. also wieder nix!

Das Sprachproblem, welches ich Anfangs nicht wirklich so gesehen hatte oder wahrnehmen wollte, war dann doch schon eine ziemliche Hürde. So warf ich alle Pläne über den Haufen, strich den Abstecher in die Heide und wählte Straßburg als Destination. Warum ich dennoch bei Frankreich blieb? Um es ganz einfach zu sagen; Jasper & Bonnie sind erst seit Anfang des Jahres gechippt und nach jahrelangen Urlauben in Deutschland zieht es mich einfach ins Ausland.

Straßburg kam mir in den Sinn, da wir bis dorthin nur etwas über 200km hatten und weil es in der Grenzstadt sicherlich einfacher mit der Verständigung werden könnte. Ich fand auch recht schnell den Campingplatz ‘Camping de Stasbourg’. Zwar stehen auch hier die Chalets (das sind die kleinen Hütten) und Mobilheime (ganz tolle Bauwägen, die fest dort auf dem Platz stehen – guck Dir das unbedingt auf deren Seite mal an!) nur ab 2 Übernachtungen zur Verfügung, aber die Toiles / die Zelte kann man schon für eine Nacht mieten. Da ich schon Kunde bei Booking.com bin und die Unterkunft dort auch verfügbar war, wählte ich diesen einfachen Weg der Buchung. Für eine Nacht im Zelt inkl. Strom, Endreinigung und Wäsche zahlte ich knapp 70€. Und genau so niedlich, wie es auf den Bildern wirkt, ist es dort auch. Ich berichte später noch genauer über unsere Unterkunft.

Jetzt komme ich aber nun endlich zu unserem Reisebericht. Wir stareteten am Samstag früh morgens. Nach einem Gassistop kamen wir gegen 10 Uhr in Straßburg an. Da wir aber erst ab 16 Uhr in unsere Unterkunft konnten und wir nicht wussten, ob wir so frühzeitig da schon parken dürfen, entschieden wir uns das Auto auf einem Parkplatz in der Rue du Ban-de-la-Roche etwas außerhalb der Innenstadt zu parken. Für circa 4 Stunden zahlten wir knapp 8€, auch Frankreich eben. Wie sich am Nachmittag herausstellen sollte, hätten wir uns die 9€ sparen können, aber gut – Nachher ist man immer schlauer!

Wir wählten den Weg Richtung Wasser um dann dem Fahrradweg in die Innenstadt zu folgen. Ich war zwar bis jetzt noch nicht in Amsterdam, aber hier in Straßburg zählen Radfahrer schienbar auch mehr als Fußgänger. Es gibt auf jeder Straße extra angelegte Radwege. Manche Bürgersteige sind keine Gehwege mehr, sondern 2-spurige Ragdwege und gerade mit Hund(en) muss man da genau gucken wo man läuft. Allerdings ist das zum Glück nicht überall so und gerade wenn man eine Stadt zu Fuß erkundet, kann man sich die Wege und Gassen, die man einschlägt ja selbst aussuchen. In der süßen kleinen Touristenhochburg Le Petit France gibt es sogar Gassen, in denen das Radfahren untersagt ist.

Le Petit France, unsere erste Anlaufstelle. Bei der Recherche über Straßburg kam mir dieser Begriff mehr als einmal über den Weg. Die Infoseite der Stadt Straßburg schreibt dazu:

La Petite France ist vielleicht das charmanteste Stadtviertel, das Straßburg seinen Touristen zu bieten hat. Aus diesem Grund ist es fast immer von Besuchern aus aller Welt bevölkert.

Und das stimmt wohl. Ganze Touristengruppen, die mit Cap, Camera und Stadtplan bewaffnet sind folgen den kleinen einheimischen Gides die mit ihrer erhobener Plakette versuchen ihre Gänsescharr hinter sich im Getummel nicht zu verlieren. Wir saßen später in einem Straßencafe und beobachteten amüsiert und auch etwas schockiert die ganzen Horden an Touristen aus Asien, Amerika oder dem gar nicht so weit entfernten England.

 

Entlang des Ill (oder ist es Die Ill???) ging es für uns direkt zum Musée d´Art moderne und schon die Außenfassaden ließen mein Künstlerherz höher schlagen. Wer an Kunst interessiert ist und ohne Hund nach Straßurg kommt, muss bitte unbedingt für mich in´s MAMCS gehen!!! Allgemein cheint mir Straßburg sehr bunt, sehr künstlerisch. Sogar die Stromkästen sind so liebvoll, so detailiert und brilliant bemalt.

 

Kurz nach dem Museum für Moderne tauchen wir ab in eine wunderbare kleine süße Welt aus alten Fachwerkhäusern, blühenden Blumenarrangements und einladenen Straßencafes. Über oder durch die Barrage Vauban, eine im 17. Jh. aus rosafarbenem Sandstein errichtete Brücke und Wehr geht es über den Fluss nach Le Petite France hinein. Wir nahmen den Weg am nächsten wunderhübschen Touristenpunkt, Ponts Couverts vorbei ins Viertelzentrum.

Durch einen kleinen Park, in dem uns viele recht aufgeschlossene und kontaktfreudige Hundehalter begegneten, über die Drehbrücke aus 1881, die alle halbe Stunde seitlich weggedreht wird um den Touristenbooten die Durchfahrt zu ermöglichen ging es in die kleinen Gassen hinein. Jede zweite Gasse bot ein unglaublich tolles Fotomotiv, allerdings machten die vielen Toursiten die Idylle ein klein wenig kaputt. Mein Tipp: wer hier her möchte sollte auf jeden Fall einen Wochentag wählen und etwas außerhalb der Saison kommen. In der Rue Merciére waren zB so viele Touristen unterwegs, das man unmöglich ein Bild des imposanten Straßburger Münsters machen konnte. Wir fanden dann später zufällig den Weg von hinten zum Münster.

Wir schlenderten eine Weile durch die Stadt und steuerten eins der im Vorfeld ausgewählten veganen Retsaurants an. Keine gute Wahl, wie sich nach dem Essen herausstellen sollte, aber auch hier waren wir wieder um eine Erfahrung reicher. Im Vélicious Burger bekommt man zwar ein komplett veganes Burgermenu inkl. Veganer Limo aus Deutschland angeboten, preislich war es zwar mit 17€ für Burger, Fries und 2 Getränken eine kleine Bombe, geschmacklich allerdings nicht. Der Burger war gut, keine Frage, aber auch eben nicht besonderes. Die Pommes waren zwar aus Kartoffeln mit Schale (was mir total gut gefallen hat) allerdings waren sie für meinen Geschmack zu fettig. Alles in Allem würde ich evtl. beim nächsten Besuch von Straßburg das Vélicious Restaurant ausprobieren, aber meinen Burger esse ich dann doch lieber zu Hause bei ‘Hans im Glück’.

 

Wir spazierten weiter durch die Gassen, in den Straßen rund um das Straßburger Münster war Markt und Flohmarkt. Wir genossen das Nichts-Tun, saßen am Wasser, beobachteten Touristen und das Leben der Stadt.

Das Wetter meinte es wirklich mit bis zu 32° etwas zu gut mit uns, in den kleinen engen Gassen gab es aber durch die hohen Häuser zum Glück immer etwas Schatten und außerdem eine Menge Möglichkeiten sich zu setzen und einen Cafe oder einen Crepe zu genießen.

Da mir bewusst war, dass ich nicht ganz vegan durch dieses Wochenende kommen würde und ich außerdem eine Schwäche für Crepe habe, steuerten wir die süße kleine Creperie ‘La Crepe Gourmande’ an. (Hinweis für alle Frühaufsteher: nicht alle Lokalitäten haben schon vor Mittag geöffnet.) Die Bedienung sprach zwar sehr wenig deutsch, war aber dafür umso netter und freundlicher. Dank Google und dem Translator konnten wir dankend eine Kopfschmerztablette annehmen, die sie dem Herrchen angeboten hat, als sie bemerkt hat das er schlimme Kopfschmerzen hatte. Unsere Crepe (einmal herzhaft und glutenfrei aus Buchweizenmehl und einmal typisch süß mit Schokolade und Kokosnuss) waren wunderbar. Ganz anders als die, die man hier von deutschen Weihnachtsmärkten kennt. Dünner und krosser gebraten, echte Schokolade statt schnöder Nutella drin. Ein Traum !!!

Allgemein ist die Welt der Süßspeisen hier eine ganz Wunderbare. Die Schaufenster der Bäcker und Patisseries lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Kleine Törtchen mit frischen Früchten, Gugel´s (Gugelhüpfe??? xx) mit süßen oder herzhaften Füllungen und natürlich die kleinen leckeren Macarons. Es gibt ganze Läden, die nur Macarons in den verschiedensten Geschmacksrichtungen anbieten. Käseliebhaber sind natürlich in Frankreich auch an der richtigen Stelle, es gibt spezielle Fromageries, kleine süße Läden, die ausschließlich Käse anbieten. Essen wie Gott in Frankreich? Wie gesagt, wenn man bedenkt das Gott weder Vegan noch andere Präferenzen beim Essen hatte: ja!

 

Wir machten uns nach fast 4 Stunden Sightseeing dann wieder auf den Weg zum Auto und anschließend zu unserer Unterkunft. Der Campinglatz machte schon am Eingang einen wunderbaren, sauberen, modernen Eindruck. Das Auto wird am Parkplatz abgestellt, die Wohnmobile und Wohnanhänger haben eine eigene Einfahrt und wir wurden später nicht durch Autos am Platz genervt. Denn, so toll das auch ist, dass man das Auto direkt am Zelt parken kann, so nervig ist es doch auch manchmal, wenn alle halbe Stunde ein Nachbar wegfährt.

An der Rezeption konnte ich probemlos auf deustch einchecken, englisch ist dort ebenfalls kein Problem. Wir bekamen unseren Schlüssel, eine Übersichtskarte und einer Erklärung der örtlichen Begebenheiten (was, wie wo) und machten uns auf den Weg zu unserem Zelt. Wir bekamen einen Schlüssel? Ja, denn jedes Zelt ist sozusagen abschließbar. Man hätte bei der Planung vielleicht etwas mehr Wert auf Privatsshäre legen können, denn so gut wie alle Terassen der Zelte zeigten auf den Weg, allerdings herrschte hier auch nicht der Größte Verkehr.

Die Zelte sind wunderbar. Ich bekomme wirklich keinen Cent für diese Werbung hier, aber es war so toll, dass ich es unbedingt mit Dir teilen und Dir davon detailiert berichten möchte. Auf der überdachten Terasse kann man bis spät Abends sitzen, Karten spielen, sich unterhalten oder einfach den Tag ausklingen lassen. In jedem Zelt gibt es dazu zwei Campingsessel, sogar einen Sonnenschirm, eine abenteuerliche Truhe, die als Tisch dienen kann und Lampen um die Terassse bzw. das Zelt zu beleuchten.

Das ist schon fast Glamping hier. Steckdosen und Verlängerungskabel machen einem das Wohnen in der Natur wirkllich sehr sehr angenehm. Der Beistellwagen mit dem Gaskocher kann für das richtige Outdoorfeeling auf die Terasse geschoben werden. Der Kühlschrank und die Küchenausstattung lassen einen dafür dann wieder sehr zivilisiert ein 5-Gänge Menu zaubern. Ich bin überrascht, denn selbst an Kleinigkeiten wie Spülmittel, eine Salatschleuder oder eine Gemüsereibe wurde neben den Kochtöpfen und Pfannen, dem Geschirr, Besteck und Gläsern gedacht.

Im Anschluss an das Vorzelt, mit Esstisch für 4 Personen, gibt es zwei Schlafabteile. Bei uns fanden wir hier ein Doppelbett und zwei Einzelbetten. Die kleinen Taschen an der Zeltwand und die Kleiderbügel lassen das Wohnen in der Natur wieder etwas mehr zum Glamping werden. Ich hatte unsere Schlafsäcke mitgenommen, jedoch könnte man auch hier ganz wie zu Hause in einer echten Bettdecke schlafen. Bettlaken und sogar Handtücher werden vom Platz gestellt. Die Reinigung ist sogar schon im Preis inbegriffen. Bei Abreise, so wurde ich an der Rezeption aufgeklärt, werden einfach die Laken und Handtücher auf die Terasse gelegt – fast wie in einem Hotel.

Die Sanitärräume sind großzügig und sauber, da haben wir auch schon andere Plätze gesehen. Es gibt Toiletten für Herren und Damen, immer mit eigenen Kabinen. Es gibt einen großen Dusch- und Waschraum mit abschließbaren Kabinen zum Duschen oder einfach nur mit einem Waschbecken und Spiegel zum schnellen Frischmachen. Die Wohnmobilfahrer haben die Möglichkeit ihre Toilette zu entleeren, es gibt ausreichend Platz und Möglichkeiten das Geschirr zu spülen und sogar einen Raum mit Waschmaschienen. Hier könnte man also durchaus länger bleiben.

Für Kinder ist dieser Platz auch ganz wunderbar. Es gibt einen großzügigen Spielplatz und einen großen Pool zum Baden und Spielen.  Das Restaurant am Platz hält zwar eine gute Auswahl an Speisen bereit, die Qualität derer könnte aber durchaus besser sein. Da wir tagsüber schon genug gelaufen sind und auch keine Lust auf kochen hatten, bestellten wir dort ein Entrecote und eine Buddha Bowl. Entrecote war leider aus, aber das kann einem ja überall passieren. Meine Bowl allerdings war auch nicht wie auf detr Karte beschrieben. Laut Karte sollten mir 3 verschieden Arten von Bohnen und Linsen, Avocado, Creme Fraiche und Tomaten serviert werden. Man bestellt drinnen und bekommt das Essen aber an den Sitzplatz gebracht. Meine Bowl bestand dann allerdings aus einem Häufchen Bulgursalat, einem Häufchen Quinoasalat, einem Löffel Creme Fraiche, einem Löffel Fertig-Guacamole, ein paar getrockneten eingelegten Tomaten und einer Art Pattie/Burger aus Brokkoli und ???. Es war durchaus ganz lecker, aber ähnlich dem Velicious Burger: kann man machen, muss man aber nicht bzw. sollte man nicht. Am Nebentisch gingen die Fleischburger mit Pommes auch zurück und wurden neu serviert, was aber auch nicht unbedingt zu überschwenglichen Oohs und Mmhs führte. Der Flammkuchen und die Pizza am anderen Tisch sahen recht verkohlt aus und farblos aus. Essen am Campingplatz – wohl lieber selber kochen aus auswärts essen.

Unsern Abend verbrachten wir auf der gemütlichen Terasse in den Campingsesseln, die zwar auch recht bequem waren, aber beim Setzen und Aufstehen etwas Übung benötigten. Die Nacht brachte uns mit Regen und Gewitter das Outddorfeeling zurück und als ich vom prasselndem regen wach wurde musste ich kurz überlegen, ob das Dach auch wirklich dicht ist. Ja, es war dicht und wir blieben trocken.

Nach dem nicht so berauschendem Abendessen im Restaurant des Campingplatzes war ich am Sonntagmorgen ganz froh, nicht das Frühstück für 7,90€ gewählt zu haben. Wir packten zusammen, checkten aus, verstauten unser Gepäck im Auto und machten uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Wie sich nämlich herausstellte, konnten wir am An- und Abreisetag unser Auto dort lassen und waren in ca. 10 Gehminuten an dem teuren Parkplatz, an dem wir gestern standen. Der Weg vom Campingplatz führte durch einen kleinen Park, mit recht viel Müll an den Parkbänken (ein Hoch auf das deustche Pfandsystem und den, der sein Pfandgeld wieder haben möchte) in die Stadt hinein. Wie mir schon am Vortrag aufgefallen war, lagen auf den Randstreifen und sogar auf den Gehwegen recht viele Hundekothaufen. Dies scheint allerdings wohl nicht unbedingt nur ein Touristenproblem zu sein, denn es gibt extra Kampagnen gegen das Liegenlassen, für das Einsammeln der Hinterlassenschaften.

Ich frage mich selbst in Deutschland so oft ‘Was ist daran so schwer?’. Die Ideen der Stadt, mit Hinweischildern und sogar extra angelegten Hundekotbereichen scheint wohl nicht besonders zu fruchten oder aber, das Problem war früher ein noch viel Größeres, das kann ich leider nichht sagen. Diese Hundekotbereiche habe ich leider nicht fotografiert und ich weiß auch nciht genau, wie man sie nutzen soll, denn ich kenne keinen Hund der auf Kommando kann, aber ich will versuchen sie Dir zu erklären. Entlang des Radwegs an der Ill bin ich das erste Mal darauf aufmerksam geworden. Da steht da auf einmal ein Zaun, bzw. ein kleines eingezäuntes Areal von circa 2 auf 4 Metern. Kein Tor, nur ein Eingang mit einem Bild eines kackenden Hundes. Im Innern des Zauns ein Kiesbeet und, wie erfreulich (oder auch nicht) eine Kackwurst. Okey, da steht also eine Fläche bereit, in der mein Hund sein Geschäft verrichten kann. Allerdings kamen mir hier diverse Fragen in den Sinn: wie bringe ich dem Hund bei hier drin zu ‘machen’ und warum gibt es am Zaun nicht einen Kotbeutelspender mit Mülleimer damit ich die Wurst dann nicht drin liegen lassen muss? Weil, ganz ehrlich, welcher Hund setzt denn bitte seinen Haufen direkt neben den eines Anderen? Und wenn dort, angenommen dieses System würde funktionieren, dort mindestens 10 Hunde täglich ihr Geschäft verrichten ohne das Herrchen/Frauchen es mitnehmen, würde ja wohl kein Hund nach 3 Tagen dort hinein gehen….. Was denkst Du darüber? Hast Du so etwas schon mal gesehen oder davon gehört?

Gut, kommen wir von den nicht so leckeren Themen wieder zu etwas leckerem. Es war Sonntag Früh und wir wollten Frühstücken. Ursprünglich hatte ich mir das ‘What the Cake‘ ausgesucht, denn ich musste unbedingt den berühmten Käsekuchen probieren, allerdings hat dieses süßen und kultige Lokal sonntags und montags geschlossen. Zweite Wahl war, da ich schon viel darüber gelesen hatte das ‘La part Thé‘ ein paar Häuser neben dem veganen Burgerladen. Hier bestellte ich meinen Käsekuchen, der zwar durchaus sehr lecker war, aber ganz ehrlich viel besser aussah als er schmeckte.

Das Frühstücksangebot schien mir zu viel und als ich es am Nachbartisch sah dann zu überteuert. Knapp 24€ für 1 Glas Orangensaft, einen Cafe, eine Schokolade, ein Stück Tarte, 2 Brötchen, 1 Croissant, etwas Konfitüre, Schinken, Lachs, Käse, Obst und Gemüse und eine Miniportion Rührei.

Wir saßen da noch eine Weile und beobachteten das Treiben der Einheimischen und Touristen, holten anschließend noch einen kleinen Vorrat an der leckeren Oranginalimo im sonntgas geöffnetem Supermarkt und machten uns schließlich auf den Weg zum Auto und traten unsere Heimreise an.

Zusammengefasst war es ein wirklich schöner Kurztripp nach Straßburg, wir kommen sicher wieder, denn es gibt noch so viele schöne Orte dort zu entdecken. Die Stadt ist so vielfältig und groß, da reicht ein Tag nicht aus.

Der Campingplatz würde mit Sicherheit wieder unsere Unterkunft werden. Beim nächsten Mal würde ich das Glampen aber noch weiter auf die Spitze treiben und für 2 oder mehr Nächte eins der Chalets oder gar der Wohnwagen mieten.

Unser Wochenendtripp und die Stadt Straßburg bekommt, trotz dessen, dass uns nicht alles geschmeckt hat von uns 5 von 5 Pfoten.

 

 

Ich, wir, hoffen Dir hat unser kleiner Ausflug und unser Bericht dazu gefallen. Wenn ihr auch mal auf den Campingplatz fahrt, lasst es uns gerne wissen. Wie immer haben wir in unseren Instagram Story Highlights wieder alle Bilder und Videos zu unserem Tripp hochgeladen.

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Hier nochmal die wichtigsten Eckdaten zum Campingplatz:

Für eine Nacht zu zweit im 4-Personen Zelt zahlte ich bei Buchung am 29. August via Booking.com 70,10€. Beim Einchecken zahlte ich noch 4,50€ für die Hunde (oder den Hund, das hab ich nicht so ganz verstanden)

Frühstück kann nach Wunsch dazu gebucht werden.

Die Preise variieren selbstverständlich je nach Saison!

Camping de Strasbourg
9 rue de l’Auberge de Jeunesse
67200 Strasbourg

www.camping-strasbourg.com/de/

Anreise: 16 Uhr / Abreise: 10 Uhr

Ein Auto pro Stellplatz oder Unterkunft.
Ein Tier pro Stellplatz oder Unterkunft. Tiere nur geimpft und an der Leine gehalten. Zusätzliches Fahrzeug und Haustiere gegen Aufpreis.

Tiere der 1. und 2. Kategorie dürfen gar nicht nach Frankreich einreisen, einige Campingplätze in Frankreich loben dies auch nochmal extra aus.
Zu dieser Kategorien gehören Hunde folgender Rassen (und ähnliche):
American Staffordshire ohne Stammbaum (Am. Staffordshire Terrier, Pit-Bulls)
Mastiff (Boer-Bulls), Tosa oder Staffordshire Terrier (alle ohne Stammbaum)
Kampfhundmischlinge
American Staffordshire, Tosa, Staffordshire Terrier
Rottweiler und ähnliche Hunde

2 Kommentare

  • Sabine

    Ihr Lieben, Danke für den tollen Strasbourg Bericht! Wie ihr ja wisst, ist das Essen in Frankreich für mich auch schwierig… glutenfreie Crêpes haben mich grade restlos überzeugt 😃 Danke für die schönen Eindrücke einer abwechslungsreichen Stadt und eines super Campingplatzes ♥️

    • Dana

      Hey Ihr Lieben 🙂 vielen Dank für die netten Worte. Ja das mit den glutenfreien Crepes ist wirklich fantastisch! Und ich finde, mir persönlich schmecken die Crepes dort viel besser als auf deutschen Weihnachtsmärkten 😉

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