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Auf Wiesbadens eiserner Hand unterwegs

Aus Wikipedia:

Die Eiserne Hand ist ein Gebirgspass auf dem Taunushauptkamm.

Mit einer Passhöhe von 421 m stellt die Eiserne Hand den niedrigsten Übergang über den bewaldeten Taunus zwischen Schlangenbad und Niedernhausen dar…….

Hallo Freunde und Wanderfans,

gestern haben wir nach einer kleiner Pause mal wieder eine schöne Wanderung in unerforschtem Gelände gemacht.
Der Taunus ist uns zwar nicht neu für uns, doch da er recht groß ist, gibt es zig Möglichkeiten und ebenso viele Wanderwege.

Unser Weg führte uns dann gestern durch die schöne Altbau-Stadt Wiesbaden hinauf auf die sog. Platte (eine Hochfläche südwestlich der Kuppe des Bergs Steinhaufen (520,6 m ü NN)).
Die ‘Platte’ ist für alle Wiesbadener immer DER Ausflugsort No.1. Von der Innenstadt braucht man mit dem Auto keine 10 Minuten um in den wunderschönen und vor allem riesigen Wald zu gelangen. Hauptanziehungspunkt ist das Jagdschloss Platte. Von hier aus hat man eine gute Auswahl an Wanderwegen und vor allem auch eine tolle Aussicht auf Wiesbaden und das gesamte Rhein Main Gebiet, wenn das Wetter es zu lässt. Allerdings ist es dort dementsprechend hoch frequentiert und wir Vierbeiner müssen uns mit den Zweibeinern und den Fahrrädern auf den Hauptwegen gut arrangieren.
Hier möchten wir euch aber Wege zeigen, die ruhiger aber dennoch wunderschön sind.

Start und Ziel war der Parkplatz vom Waldgeist zur eisernen Hand. Ganz hinten auf dem Parkplatz gibt es auch eine Wanderkarte, allerdings wird dort nur der 42km lange Rundweg dargestellt.

Links der Karte geht es ein kleines Stück bergab in den Wald hinein. Dort findet man, recht versteckt, zugewachsen und auch etwas vernachlässigt eine andere Karte, die zwei Rundtouren mit 2,5 km (Hirsch) oder 5 km (Wildschwein) vorschlägt. Wir entschlossen uns mal wieder für die Runde auf ‘eigener Faust’ und folgten dem Hauptweg parallel zur Bundesstraße weiter in den Wald hinein. Hier kam mal hin und wieder ein Radfahrer oder Jogger an uns vorbei, überwiegend hatten wir den breiten Weg aber ganz für uns allein.

Nach ca. 2 km folgten wir der Wildschweinroute nach rechts und wanderten ganz allein durch den wundervollen Wald. Hohe Bäume, ein kleiner rauschender Bach (oder wohl eher noch ein paar Reste der vergangenen Regenzeit) und ein herrlich blauer Himmel.

Nach weiteren 1,5 km hat man die Wahl geradeaus zum Jagdschloss Platte (ca. 2 km) oder rechts der Wildschwein zu folgen. Außerdem gibt es an der Kreuzung eine kleine Hütte und Sitzgelegenheiten für einen Snack.

Wir folgten dem Wildschwein einen wunderschönen Weg wieder seicht den Berg hinauf.

Nach ca. 500m machten wir einen kleinen Abstecher nach rechts, weitere 200m folgten wir dem Hirschen nach links einen kleinen verwunschenen Pfad hinauf. Zugegeben, wirklich verwunschen ist es nicht, eher durch Forstarbeiten verwüstet. Und den kleinen Hirschen auf dem Baum muss man etwas suchen….

Wenn man dann aber dem kleinen Trampelpfad folgt kommt man hier zu zwei ganz beeindruckenden und vor allem sehr gut versteckten Wanderhighlights. Nach ca. 300m kann man sich entscheiden: rechts dem Pfad folgen und nach 30m den ‘Spitzenstein’ entdecken oder nochmal ca. 100m gerade aus und den ‘Altenstein’ erklimmen.

Der ‘Altenstein’

Na ?! Findet ihr uns?

Egal in welcher Reihenfolge: nehmt beide mit. Es lohnt sich!

Wir liefern allerdings zuerst zum weiter hinten liegendem Altenstein, anschließend zum Spitzenstein zurück und danach wieder auf den Hauptweg zurück. Dort haben wir dann aber die falsche Richtung eingeschlagen und eine Art Abkürzung zu dem Weg gefunden, den wir recht zu Anfang gelaufen sind.

Der ‘Spitzenstein’

Tipp: Geht zuerst zum Spitzenstein, dann zum Altenstein und hinter diesem dem Pfad weiter entlang. An der nächsten Weggabelung links um wieder auf den Hauptweg (Wildschwein) zu gelangen.

Oder an der Gabelung rechts um nach ca. 200m auf einen anderen Hauptweg zu stoßen, diesem leicht bergab folgen bis ihr wieder auf dem Hauptweg parallel zur Bundesstraße links Richtung Ausgangspunkt wandert.

Beide Steine / Felsen / Wanderhighlights eignen sich super für eine kleine Pause. Man kann darauf herumkraxeln (aber vorsichtig bitte), die Aussicht genießen oder ein schönes Picknick in Höhe der Baumwipfel einnehmen.
Aber bitte denkt dran: nehmt euern Müll bitte wieder mit nach Hause!

Alles in Allem war die Tour mit 7,3km zwar recht kurz, aber dafür sehr schön und vor allem interessant.

Am Parkplatz angekommen, entschieden die Zweibeiner, noch auf ein Radler im Waldgeist einzukehren. Der stillgelegte Bahnhof ist seit 2007 beliebter Rastort für Wanderer, Radfahrer und auch Biker.

Das Gebäude ist hübsch, der Biergarten mitten im Wald ein Traum. Das Essen ist …. sagen wir mal ….. ‘Geschmacksache’.  Hauptsächlich gibt es dort Schnitzel oder Gegrilltes, vegetarische Gerichte muss man suchen und Veganes bekommt man vermutlich nur, wenn man beim Salat die Putenbrust und das Joghurtdressing weglässt. Herrchen und Frauchen hatten ein Schnitzel (Geschmacksnote 3-4) und eine Ofenkartoffel mit Salat (Geschmacksnote 2-3).

Wer aber nicht zum Essen, sondern nur auf ein erfrischendes Radler oder Bier oder Wasser oder oder oder einkehrt ist auch mit Hund ein sehr gern gesehener und willkommen Gast der freundliche Truppe des ‘Waldgeist zur eisernen Hand’.

Die Route bzw. die Wanderung bekommt vor uns 4,5 Pfoten, da es zwar total schön aber nicht totaaaaaal schön war 😉

 

 

Wir werden hier sicher noch ein paar mal den wunderschönen Tabus erwähnen bzw. bewandern.

Habt eine schöne (kurze) Woche – für uns geht es am Donnerstag wieder auf Wanderung und wir werden berichten.

Eure Wanderterrier Jasper & Bonnie

 

2 Kommentare

  • Sarah vom Naturkraxler

    Hey ihr drei!
    Das hört sich ja toll an. Oft sind es die kleinen Wanderungen, die manchmal sogar fast vor der Haustüre liegen, die einen unwiderstehlichen Charme haben. Es sieht auf jeden Fall nach viel Spaß und Abwechslung aus.

    Wir freuen uns auf weitere Abenteuer von euch,

    Liebe Grüße aus dem (fast) Allgäu,
    Sarah mit ihrer Mops-Kind-Bande 🙂

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