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Rothenburg o.d. Tauber

Rothenburg ob der Tauber – komischer Name, oder nicht?!

Ob der Tauber – Ob der was? Oberhalb der Tauber! Das wird einem schon bewusst wenn man dort ankommt. Die süße kleine historische Stadt liegt wirklich auf einem Hügel oberhalb des Flusses (ob der) Tauber.

Wie sind wir auf Rothenburg gekommen?

Schicksal, Zufall, wie immer bei uns. Das Frauchen wollte am letzten Märzwochenende unbedingt weg. Weg vom Alltag, weg von den schönen aber doch bekannten Wegen, einfach mal weg. Wir sind sicher: jede(r) von euch kennt dieses Gefühl, dieses Verlangen einfach mal woanders hin zu reisen und sei es auch nur für ein oder zwei Nächte.

Stadtnah und Waldnah sollte es werden. Das Frauchen wollte gerne mit dem Auto anreisen, es aber dann nicht mehr unbedingt benutzen wollen. Köln bot sich an. Am Stadtrand hat man es nicht weit zum Wald und ist ebenso in wenigen Minuten in der Stadt, am Rhein. Ein bisschen Sightseeing gehört ja schließlich zu einem Städtetripp mit Hund dazu. Allerdings war an besagtem Wochenende wieder mal irgendeine Messe in Köln und wenn man nicht schon Wochen im Voraus reserviert hatte, gab es keine passende (und bezahlbare) Unterkunft mehr.

Recht frustriert saß das Frauchen dann am Dienstag Abend mit ihrer Freundin zusammen, am Freitag Mittag sollte es bereits losgehen, als die Freundin den Gedankenanstoß gab und sagte “Guck doch einfach mal, wie immer, in den Maps nach der nächstliegenden, interessantesten Stadt”. Und das tat das Frauchen tatsächlich und stolperte über Rothenburg ob der Tauber und anschließend bei der Recherche über einen wunderschönen Reiseblog eines Pärchens, welches ebenfalls schon dort war und auch eine wunderschönen Blog betreibt.

Danke an Kathi und Romeo von www.sommertage.de für eure tolle Anregung!

Da Frauchen mit uns oft im B&B Hotel unterkommt, nutzt sie der Einfachheit schon länger die App ‘Booking.com’ und fand mit den Suchkriterien “Hund erlaubt” schnell eine passende und vor allem verfügbare Unterkunft.

So ging es dann am Freitag Nachmittag um 14 Uhr los. Vom Frankfurter Kreuz brauchten wir etwas unter 2 Stunden für die Fahrt und erreichten das schöne Fränkische Städtchen um kurz vor 17 Uhr.

Als erstes ging es natürlich ins Hotel. Im Nachhinein müssen wir zwar sagen, dass wir wohl für einen ähnlichen Preis etwas ‘besseres’ gefunden hätten, aber solange es sauber ist sind wir bereit Einschnitte in Ausstattung und Luxus hinzunehmen. Schließlich haben wir ja nicht vor, das ganze Wochenende auf dem Zimmer zu verbringen. Unser Hotel befand sich zwar zum einen gerade in Renovierung und konnte zum zweiten nicht unbedingt mit Jugendlichkeit punkten, dafür lag es aber genau an der Stadtmauer und bot somit die ideale Ausgangslage für einen Städtetripp sowie unzählige Wanderungen.

Den ersten Abend verbrachten wir in einem urigen Wirtshaus mit anschließendem Spaziergang bis zum anderen Ende der Stadtmauer. Wer sich Rothenburg schon einmal vom Satellitenbild aus angeschaut hat, wird sehen was wir meinen. Die ganze urige, romantische Altstadt ist von einer Mauer umgeben, dass man darauf sogar laufen kann erzählen wir später noch.

Hinweis für alle Zweibeiner: dass Veganismus in Bayern bzw. Franken fast unmöglich umzusetzen ist, war dem Frauchen ja schon klar. Aber die meisten Gasthäuser haben typisch fränkische (fleischhaltige) Speisen auf der Karte und so fällt auch manchmal die vegetarische Auswahl recht schmal aus. Aber keine Angst: das Frauchen ist trotzdem satt geworden.

Am Samstagmorgen spazierten wir vom Hotel aus in die Stadt und ließen den Tag genüsslich in einem Straßencafe bei Kaffee und Schneeballen beginnen. Schneeballen sollen wohl einer der Touristenmagnete sein, die Rothenburg zu bieten hat. Wir sagen es mal so a) welch ein Glück, dass manche Bäckereien sie auch in der Mini-Version anbieten und b) alles ist ja schließlich Geschmacksache. Denn Frauchen fand sie doch nicht soooooo fantastisch, wie sie überall angepriesen werden. Ihr könnt euch gerne ein eigenes Bild davon machen und uns berichten.

Wir starteten anschließend unseren ersten Ausflug, ganz ohne Auto, entlang bzw. auf der Stadtmauer. Dieser Steig führt tatsächlich um die ganze Stadt herum und ermöglicht wundervolle Blicke auf die Stadt selbst und auch auf das Umland. Vierbeiner sollten hier allerdings aufpassen, zwar kommt Hund die teils schmalen Treppen hoch, aber oft sind die Abstiege recht steil und und große Hunde könnten Probleme bekommen wieder herunter zum kommen. Macht nicht unbedingt was, denn man kann einfach 250 Meter weiter laufen, die Aussicht genießen und den nächsten Abstieg probieren.

Was Frauchen schon in ihrer Recherche über Rothenburg aufgefallen ist: der Tourismusverband dort hat unglaublich tolle Arbeit geleistet. In jeder Unterkunft, in jedem Lokal bekommt man eine Stadtkarte und die Beschilderung der Wanderwege ist einfach vorbildlich. Auf der Homepage der Stadt bekommt man schon eine wunderbare Übersicht über all die tollen Wanderwege.

Wir entschieden uns am ersten Tag für Weg No. 8. und durften erst einmal teils steil bergab wandern, denn Rothenburg liegt wunderbar sicher mitten auf einem Hügel. Wir hatten keinerlei Probleme, den Markierungen zu folgen, auch wenn es manchmal schien, als führten diese durch die Gärten bzw. Anwesen anderer Menschen. Wir hatten den Sonnengott an diesem letzten Märzwochende definitiv auf unserer Seite und hatten eine wundervolle Wanderung. Durch Wälder, entlang grüner Felder und der erfrischenden Tauber führte uns der Postbotenweg durch das schöne Taubertal.

Und natürlich gehört zu jeder guten Wanderung auch eine gute Einkehr.

Den Rückweg konnten wir leider nicht wie geplant fortsetzen, aber ein freundlicher Anwohner erklärte uns eine Ausweichroute. Daher wurde auch aus den vergebenen 13,5km fast 16km …. aber wer zählt schon so genau?!

Wieder zurück in der Stadt setzten wir unser Sightseeing fort und erkundeten die romantische Altstadt weiter. Wer ohne Hund(e) reist kann sicherlich das ein oder andere Museum mitnehmen. Wer mit Hund(en) reist und sie gerne als Fotomotiv nutzt, muss damit rechnen, dass auch die zig asiatischen Touristen eben diese Hunde als Fotomotiv nutzen.

Das ist uns übrigens nicht nur einmal passiert: Frauchen setzte uns ab um ein Bild zu machen, lief dann auf die andere Straßenseite und schon stand ein Asiat vor uns und zückte ganz verzückt sein Smartphone oder seine Systemkamera 😉

An jeder Ecke gibt es etwas anderes zu entdecken und jeder der 6 Türme der Stadtmauer ist anders und hat eine andere Geschichte zu erzählen.

Ganz Touristisch gab es dann am Samstagabend Pizza & Rotwein auf dem Rothenburger Flugplatz. Leider konnten wir in der herrlich duftenden Pizzeria auf der Galgengasse keinen freien Tisch mehr ergattern und mussten somit ein Stückchen mit dem Auto fahren, da Frauchen ganz dringend Lust auf Pizza hatte 🙂

Wer auf Burger und Co. steht, sollte mal beim Rothen-Burger vorbei schauen. Er wurde uns empfohlen, nur leider hatten die Tage und Hosen nicht genug Platz für so viel Kulinarik.

Am Sonntagmorgen spazierten wir durch die Altstadt zu einem ganz besonders süßen Frühstückslokal. Im Cafe Lebenslust wird nämlich sogar ein veganes Frühstück angeboten. Auch wenn der ‘frisch gepresste’ Orangensaft aus einer Flasche kam, war die Location und das Tauberfrühstück einmalig, lecker und für Herrchen & Frauchen & uns sättigend, bevor es auf den W4 – Über den Natursteig – ging. Wir fragen übrigens immer schon gerne vorab (auch teils telefonisch) ob es okey ist, wenn 8 kleine Pfoten mit unter dem Tisch sitzen. In den meisten Lokalen stellt das gar kein Problem dar. Sogar, wenn es dort Katzen gibt, wie zB. in der Pizzeria von Samstagabend.

Bei herrlichstem Wetter und bester Laune machten wir aus den angegebene 7,5 km mal wieder knapp 8 km, aber das wunderschöne Taubertal ist jeden Meter mehr wert.

Leider war dies auch schon der letzte Tag im schönen Franken.

Fazit von uns: für Rothenburg sollte man mindesten einen Tag und eine Nacht einplanen. Der Weihnachtsmarkt soll ebenfalls sehr beliebt und berüchtigt sein, sowie das Käthe Kruse Weihnachtsdorf. Auf die Schneeballen kann man verzichten 😉 und als Ausgangspunkt für Wanderungen von 2 -20 km ist diese Stadt ideal. Es gibt an jeder Ecke Cafe´s und Bäckereien zum Frühstücken. Bei manchen muss bzw. sollte man rechtzeitig da sein um noch einen Platz zu ergattern. Genau so sieht es mit Restaurants am Abend aus. Die unzähligen Möglichkeiten bieten aber immer irgendwo Platz.
Must See: die begehbare Stadtmauer, der Burggarten sowie das Burgtor, der viel fotografierte Plönlein, der Marktplatz….. usw. usw…. Und wer findet den Seifenblasen spendenden Teddy ?!?

Die Stadt hält außerdem viele süße, verborgene Schätze bereit wie etwa diese Stadtansicht für Sehbehinderte:

Die Wanderrouten und Stadt Rothenburg bekommen von uns tatsächlich 5 von 5 Pfoten, allerdings kann man sich in Sachen Unterkunft noch verbessern, daher insgesamt 4 von 5 Pfoten für dieses Kurzurlaub

 

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